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Stärkung der Gewoge: Koalition will städtische Grundstücke für mehr bezahlbare Wohnungen nutzen.

Aachen braucht mehr bezahlbaren Wohnraum. Die Ratskoalition aus CDU, SPD, Volt und FDP arbei-
tet deshalb an einer Stärkung der gemeinnützigen Wohnungsbaugesellschaft Gewoge. Ein gemein-
samer Ratsantrag sieht vor, städtische Grundstücke oder Erbbaurechte in das Eigenkapital der Ge-
woge einzubringen. Damit soll die Gesellschaft zusätzliche Möglichkeiten erhalten, neue Wohnun-
gen zu bauen und bestehende Flächen für weiteren Wohnraum zu nutzen.

Bau eines Einfamilienhauses

Der gemeinsame Antrag sieht vor, dass die Verwaltung eine Kapitalerhöhung der Gewoge, bestehend

aus städtischen Grundstücken und Erbbaurechten, gemeinsam mit dem Vorstand und Aufsichtsrat

der Gewoge vorbereitet. Zugleich sollen die weiteren Aktionäre einbezogen werden, damit auch sie

die geplanten Maßnahmen mittragen oder ggf. ihre Kapitaleinlage ebenfalls erhöhen.

Dabei solle die Übertragung städtischer Grundstücke nicht als bloßer Vermögensverlust in der Bilanz

der Stadt betrachtet werden. Die Koalition geht davon aus, dass die Abgabe der Grundstücke einer

Erhöhung des Wertes des städtischen Anteils an der Gewoge gleichwertig gegenüberstehe und am

Ende durch eine höhere Wirtschaftskraft und Leistungsfähigkeit der Gewoge mehr als ausgeglichen

werde.

Die wohnungspolitischen Sprecher*innen der Ratskoalition versprechen sich von diesem Schritt mehr

bezahlbaren Wohnraum und eine Stärkung der kommunalen Rolle auf dem Aachener Wohnungs-

markt.

Dr. Uwe Boester, wohnungspolitischer Sprecher der CDU-Fraktion, erklärt: „Wir wollen vorhandene

und gut funktionierende Strukturen nutzen, statt neue Zuständigkeiten aufzubauen. Die Gewoge ver-

fügt über Erfahrung, Tatkraft, Personal und bereits heute über einen großen Wohnungsbestand. Eine

bessere Ausstattung mit Eigenkapital und Grundstücken erweitert ihre Möglichkeiten, dort neue

Wohnungen zu schaffen, wo sie in Aachen dringend benötigt werden.“

Dr. Jana Keller, wohnungspolitische Sprecherin der SPD-Fraktion, erklärt: „Bezahlbarer Wohnraum

entsteht nicht von alleine. Wir müssen alle Möglichkeiten nutzen, die wir als Stadt selbst in der Hand

haben. Städtische Grundstücke sind dabei ein wichtiger Hebel. Wenn wir sie gezielt für die Gewoge

einsetzen, können wir ihr ermöglichen, modernen und bezahlbaren Wohnraum zu schaffen, ohne

dass sie die notwendigen Flächen zunächst zu hohen Preisen auf dem Markt erwerben muss.“

1Dirk Szagunn, Ratsherr der Volt-Ratsgruppe, erklärt: „Wer bezahlbaren Wohnraum will, muss Flä-

chen dafür bereitstellen. Die Stadt besitzt Grundstücke, die Gewoge besitzt das Know-how und die

Erfahrung, tausende Wohnungen zu bauen. Wir bringen beides zusammen. Statt dass Grundstücke in

der städtischen Bilanz ruhen, sollen sie dort arbeiten, wo sie gebraucht werden: im Wohnungsbau für

die Menschen in Aachen. Das ist keine Symbolpolitik, sondern ein konkreter Hebel, den wir als

Hauptaktionärin selbst in der Hand haben.“

Dennis Karrasch, wohnungspolitischer Sprecher der FDP-Ratsgruppe, erklärt: „Städtisches Vermö-

gen sollte nicht nur verwaltet, sondern dort eingesetzt werden, wo es Investitionen und zusätzlichen

Wohnraum ermöglicht. Deshalb unterstützen wir die gezielte Einbringung geeigneter Grundstücke –

verbunden mit klaren Investitionszielen und wirtschaftlicher Verantwortung.“